Die King Saud University Medical City hat in Zusammenarbeit mit dem Virtual Health Hospital, Zain Saudi und dem Unternehmen Edge, vertreten durch Al-Amin, das saudi-arabische Programm für robotergestützte Fernchirurgie (Telesurgery) eingeführt.
Wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA berichtete, wurden in der ersten Phase des Programms innerhalb von drei Tagen sieben Operationen durchgeführt. Die Patienten befanden sich in den Operationssälen des King Khalid University Hospital, während das chirurgische Team der Universität die Eingriffe aus der Ferne vom Büro für robotergestützte Chirurgie im Virtual Health Hospital aus steuerte.
Die durchgeführten Operationen umfassten verschiedene Fachgebiete, darunter Adipositaschirurgie, allgemeine Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Thoraxchirurgie. Am ersten Tag wurden vier aufeinanderfolgende Operationen in unterschiedlichen Fachrichtungen durchgeführt, die komplexe chirurgische Herausforderungen beinhalteten.
Das Programm zielt darauf ab, ein nationales saudi-arabisches Protokoll für Telesurgery unter Beteiligung medizinischer, technischer und digitaler Experten zu entwickeln. Dr. Abdulaziz bin Mohammed Al-Thunayan, Geschäftsführer für Gesundheitsangelegenheiten an der King Saud University Medical City, erklärte, dass das King Khalid University Hospital bereits seit 2003 eine Rolle bei der Entwicklung der robotergestützten Chirurgie spielt.
Die Technologie soll künftig auch bei großen Menschenansammlungen wie der Hajj-Saison, in humanitären Fällen sowie in Notfallsituationen in schwer zugänglichen Gebieten eingesetzt werden. Zudem wird die Nutzung dieser Technologien für humanitäre Bemühungen außerhalb Saudi-Arabiens vorgesehen.
Welche Partner waren an der Einführung des Telesurgery-Programms beteiligt? An der Einführung des saudi-arabischen Programms für robotergestützte Fernchirurgie waren die King Saud University Medical City und das Virtual Health Hospital beteiligt. Zudem wirkten das Telekommunikationsunternehmen Zain Saudi sowie die Firma Edge mit, welche durch das Unternehmen Al-Amin vertreten wird und auf robotergestützte Ausrüstung und Lösungen spezialisiert ist.
Wie verlief die erste Phase der Fernoperationen in der Praxis? In der ersten Phase wurden über einen Zeitraum von drei Tagen insgesamt sieben Operationen durchgeführt. Während die Patienten im King Khalid University Hospital lagen, steuerte das chirurgische Team die Eingriffe aus der Ferne vom Büro für robotergestützte Chirurgie im Virtual Health Hospital aus. Am ersten Tag wurden dabei vier komplexe Operationen in verschiedenen Fachbereichen nacheinander vollzogen.
In welchen medizinischen Fachbereichen wurde die Telesurgery bereits angewendet? Die im Rahmen des Programms durchgeführten Fernoperationen deckten mehrere chirurgische Spezialgebiete ab. Dazu gehörten konkret die allgemeine Chirurgie, die Gynäkologie und Geburtshilfe sowie die Thoraxchirurgie und die Adipositaschirurgie. Diese Vielfalt an Fachrichtungen diente dazu, die Fähigkeiten der robotergestützten Fernchirurgie bei komplexen Herausforderungen zu demonstrieren.
Welche langfristigen Ziele verfolgt das saudi-arabische Telesurgery-Programm? Das Programm beschränkt sich nicht auf einzelne Operationen, sondern strebt die Entwicklung eines nationalen saudi-arabischen Protokolls für robotergestützte Fernchirurgie an. Hierbei arbeiten medizinische, technische und digitale Experten zusammen. Ziel ist es, ein skalierbares nationales Modell zu schaffen, das die internationale Präsenz Saudi-Arabiens in diesem Bereich stärkt.
Wo soll die Fernchirurgie-Technologie zukünftig eingesetzt werden? Die Technologie soll künftig in Situationen genutzt werden, in denen medizinische Expertise in schwer zugänglichen Regionen benötigt wird, etwa in Notfällen oder bei humanitären Einsätzen. Dr. Abdulaziz bin Mohammed Al-Thunayan nannte zudem die Hajj-Saison und große Menschenansammlungen als Einsatzgebiete sowie die Unterstützung humanitärer Bemühungen außerhalb der Grenzen Saudi-Arabiens.