Montag, 2. November 2026
Wirtschaft

Finanzministerium legt Vorhaushaltserklärung für 2027 vor: Ausgaben von 1.392 Milliarden Riyal

Finanzministerium legt Vorhaushaltserklärung für 2027 vor: Ausgaben von 1.392 Milliarden Riyal

Das saudische Finanzministerium hat am 30. September 2026 in Riad die Vorhaushaltserklärung für das Haushaltsjahr 2027 veröffentlicht. Darin werden die Gesamtausgaben auf rund 1.392 Milliarden Riyal und die Gesamteinnahmen auf rund 1.202 Milliarden Riyal geschätzt. Das Defizit wird auf etwa 3,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts veranschlagt, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA berichtete.

Die Erklärung beschreibt einen finanzpolitischen Ansatz, der drei Ziele miteinander verbindet: die Unterstützung des Wirtschaftswachstums, die Fortsetzung der Umsetzung von Entwicklungsprioritäten und die Wahrung der fiskalischen Nachhaltigkeit. Wie passt ein Defizit von 3,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu dem Anspruch, die finanzielle Tragfähigkeit zu wahren?

Nach Angaben der Erklärung profitiert die saudische Wirtschaft weiterhin von den Wirtschaftsreformen, die seit dem Start von Saudi Vision 2030 umgesetzt wurden. Diese Reformen hätten zur Diversifizierung der wirtschaftlichen Basis, zur Verbesserung des Geschäftsumfelds und zur Stärkung der Rolle des Privatsektors beigetragen. Dies habe sich in der Entwicklung der Nicht-Öl-Aktivitäten und deren anhaltendem Beitrag zum Wirtschaftswachstum niedergeschlagen und die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft gegenüber Schocks erhöht. Welche Nicht-Öl-Bereiche tragen derzeit am stärksten zu dieser Entwicklung bei?

Die Erklärung geht davon aus, dass die fortgesetzte Umsetzung von Initiativen zur wirtschaftlichen Diversifizierung und von Wirtschaftsreformen die Einnahmen mittelfristig stützen wird. Die Gesamteinnahmen sollen im Jahr 2027 rund 1.202 Milliarden Riyal erreichen und bis 2029 auf etwa 1.351 Milliarden Riyal steigen. Die Initiativen von Saudi Vision 2030 hätten zudem dazu beigetragen, die Nicht-Öl-Einnahmen von rund 166 Milliarden Riyal im Jahr 2015 auf 505 Milliarden Riyal im Jahr 2025 zu erhöhen, was die Stabilität und Nachhaltigkeit der öffentlichen Einnahmen stärke. Wie nachhaltig ist ein solcher Anstieg der Nicht-Öl-Einnahmen, wenn er sich über ein Jahrzehnt erstreckt?

Für die Gesamtausgaben werden im Jahr 2027 schätzungsweise 1.392 Milliarden Riyal veranschlagt, die bis 2029 auf rund 1.544 Milliarden Riyal steigen sollen. Die Erklärung begründet dies mit anhaltenden Ausgaben für Entwicklung sowie mit strategischen Prioritäten und Projekten mit wirtschaftlichen und sozialen Erträgen. Welche Projekte mit wirtschaftlichen und sozialen Erträgen haben Vorrang, wenn die Ausgaben über mehrere Jahre hinweg steigen?

Das für 2027 erwartete Defizit von etwa 3,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts wird in der Erklärung in den Rahmen der saudischen Finanzpolitik eingeordnet. Diese basiere auf langfristiger Finanzplanung und der Wahrung der fiskalischen Nachhaltigkeit. Dadurch könne die Regierung über Konjunkturzyklen hinweg ausgewogene finanzpolitische Maßnahmen ergreifen, um das Wirtschaftswachstum zu unterstützen. Wie wirkt sich eine langfristige Finanzplanung auf die Handlungsspielräume in einzelnen Haushaltsjahren aus?

Die Vorhaushaltserklärung für 2027 nennt damit sowohl die erwarteten Einnahmen und Ausgaben als auch die mittelfristige Entwicklung bis 2029. Sie verbindet die Haushaltszahlen mit den seit 2015 verzeichneten Veränderungen bei den Nicht-Öl-Einnahmen und mit der Rolle des Privatsektors. Welche Annahmen über die Ölpreisentwicklung und die Konjunktur liegen diesen Schätzungen zugrunde?

Die Erklärung enthält keine Angaben zu einzelnen Ausgabenposten, zu den Annahmen hinter den Einnahmeprognosen oder zu den konkreten Projekten, die als strategische Prioritäten mit wirtschaftlichen und sozialen Erträgen bezeichnet werden. Auch die Verteilung der Ausgaben auf Ressorts und die Zusammensetzung der Nicht-Öl-Einnahmen nach einzelnen Quellen werden in dem von SPA berichteten Material nicht aufgeschlüsselt.

Wie hoch sind die für 2027 geschätzten Gesamtausgaben und Gesamteinnahmen? Die Vorhaushaltserklärung des Finanzministeriums für das Haushaltsjahr 2027 veranschlagt die Gesamtausgaben auf rund 1.392 Milliarden Riyal und die Gesamteinnahmen auf rund 1.202 Milliarden Riyal. Daraus ergibt sich ein Defizit von etwa 3,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Zahlen wurden am 30. September 2026 in Riad veröffentlicht. Die Erklärung verbindet diese Schätzungen mit dem Ziel, das Wirtschaftswachstum zu unterstützen, Entwicklungsprioritäten umzusetzen und die fiskalische Nachhaltigkeit zu wahren.

Wie sollen sich Einnahmen und Ausgaben bis 2029 entwickeln? Nach den Angaben der Erklärung sollen die Gesamteinnahmen von rund 1.202 Milliarden Riyal im Jahr 2027 auf etwa 1.351 Milliarden Riyal im Jahr 2029 steigen. Bei den Gesamtausgaben wird für 2027 ein Wert von 1.392 Milliarden Riyal genannt, der bis 2029 auf rund 1.544 Milliarden Riyal zunehmen soll. Begründet wird der Ausgabenanstieg mit anhaltenden Ausgaben für Entwicklung sowie mit strategischen Prioritäten und Projekten mit wirtschaftlichen und sozialen Erträgen.

Wie haben sich die Nicht-Öl-Einnahmen seit 2015 entwickelt? Die Erklärung führt aus, dass die Nicht-Öl-Einnahmen von rund 166 Milliarden Riyal im Jahr 2015 auf 505 Milliarden Riyal im Jahr 2025 gestiegen sind. Als Grund nennt sie die Initiativen von Saudi Vision 2030, die zur Diversifizierung der wirtschaftlichen Basis, zur Verbesserung des Geschäftsumfelds und zur Stärkung des Privatsektors beigetragen hätten. Diese Entwicklung habe die Stabilität und Nachhaltigkeit der öffentlichen Einnahmen gestärkt und die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft gegenüber Schocks erhöht.

Welche Rolle spielt der Privatsektor nach Darstellung der Erklärung? Die Erklärung stellt fest, dass die seit dem Start von Saudi Vision 2030 umgesetzten Reformen die Rolle des Privatsektors gestärkt haben. Dies habe sich in der Entwicklung der Nicht-Öl-Aktivitäten und deren anhaltendem Beitrag zum Wirtschaftswachstum niedergeschlagen. Zugleich habe sich die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft gegenüber Schocks erhöht. Die fortgesetzte Umsetzung von Diversifizierungsinitiativen und Reformen soll die Einnahmen mittelfristig stützen.

Wie wird das Defizit von 3,6 Prozent des BIP eingeordnet? Die Erklärung ordnet das für 2027 erwartete Defizit von etwa 3,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in den Rahmen der saudischen Finanzpolitik ein. Diese basiere auf langfristiger Finanzplanung und der Wahrung der fiskalischen Nachhaltigkeit. Dadurch könne die Regierung über Konjunkturzyklen hinweg ausgewogene finanzpolitische Maßnahmen ergreifen, um das Wirtschaftswachstum zu unterstützen. Die Erklärung nennt keine Aufschlüsselung der einzelnen Ausgabenposten oder der Annahmen hinter den Einnahmeprognosen.