Riad – Der UNESCO-Lehrstuhl für das Übersetzen von Kulturen am King Faisal Center for Research and Islamic Studies (KFCRIS) hat bekannt gegeben, dass Routledge den vom Lehrstuhl herausgegebenen Sammelband „Translating Cultures in the Arab World: New Histories and Geographies“ am 11. August 2026 veröffentlicht hat. Der Lehrstuhl wird von der Literature, Publishing and Translation Commission unterstützt, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA berichtete.
Der Band untersucht, wie „translating cultures“ definiert wird – sowohl im weiteren Sinne als auch im Verhältnis zur arabischen Welt und zur arabischen Sprache. Dabei ordnet er die arabische Welt als zentralen Ort in der Geschichte und Praxis der Übersetzung neu ein. Wie der Marshall Professor of French and Comparative Literature und Direktor des Centre for Comparative Literature and Translation an der University of Glasgow, Michael Syrotinski, formulierte, handelt es sich um „a major re-mapping of the discipline of Translation Studies“.
Auf dieser Grundlage setzt sich der Band kritisch mit der Forschung aus der arabischen Welt auseinander. Die Professorin für Übersetzungswissenschaft an der University of Salamanca, África Vidal Claramonte, erklärte, der Band reconceptualisiere „the history and movements of translation, beginning with the Middle East and the Arabic language, thus moving beyond a Western-centric and Anglo-normative research perspective“.
Mit dieser kritischen Perspektive eröffnet der Band den Weg zu einem inklusiveren theoretischen Paradigma für das Übersetzen von Kulturen im 21. Jahrhundert. Wer bestimmt eigentlich, welche Übersetzungsgeschichte erzählt wird? Und warum geraten die Ursprünge im Nahen Osten so oft aus dem Blick?
Herausgegeben wird „Translating Cultures in the Arab World: New Histories and Geographies“ von der Direktorin des UNESCO-Lehrstuhls, Dr. Moneera Al-Ghadeer, gemeinsam mit TCL-Mitgliedern: Charles Forsdick, Drapers Professor of French an der University of Cambridge, und Dr. Andreas Karatsolis, Associate Director of Writing, Rhetoric, and Professional Communication am MIT.
Der Band führt saudische und internationale Forschende zusammen, um das Thema des UNESCO-Lehrstuhls aus dem Jahr 2024 voranzubringen: „Rethinking Translating Cultures and Its Conceptual Framework“. Welche Stimmen kommen in der Übersetzungsforschung bisher zu kurz? Und was ändert sich, wenn der Ausgangspunkt nicht mehr London, Paris oder New York ist, sondern Kairo, Beirut oder Riad?
Die Veröffentlichung fällt in eine Zeit, in der die arabische Halbinsel ihre Rolle in Wissenschaft, Kultur und internationalem Austausch neu aushandelt. Ein Sammelband, der die arabische Welt nicht als Randnotiz, sondern als Ausgangspunkt der Übersetzungsgeschichte liest, verschiebt die Gewichte der Disziplin. Kann ein einzelner Band eine Forschungsrichtung neu vermessen? Syrotinski nennt ihn genau das – eine „major re-mapping“.
Der UNESCO-Lehrstuhl am KFCRIS in Riad ist Teil eines internationalen Netzwerks von Lehrstühlen. Unterstützt wird er von der Literature, Publishing and Translation Commission, die dem saudischen Kulturministerium zugeordnet ist. Die Verbindung von universitärer Forschung, staatlicher Förderung und internationalem Verlagswesen zeigt, wie Übersetzungswissenschaft heute zwischen Riad, Cambridge, Glasgow, Salamanca und dem MIT verhandelt wird. Wer übersetzt eigentlich die Übersetzer?
Der Band erscheint bei Routledge, einem der großen internationalen Wissenschaftsverlage mit Sitz in London. Die Beiträge verbinden saudische und internationale Perspektiven – ein Format, das der Lehrstuhl seit seiner Einrichtung verfolgt. Die 2024 formulierte Themenstellung „Rethinking Translating Cultures and Its Conceptual Framework“ bildet den Rahmen, in dem die Autorinnen und Autoren argumentieren. Was bedeutet es, wenn eine Disziplin ihre eigenen geografischen Koordinaten neu zieht?
Die zentrale These des Bandes lautet, dass die Geschichte der Übersetzung nicht ohne die arabische Welt und die arabische Sprache erzählt werden kann. Übersetzung war im arabischen Raum immer auch Wissenschaft, Verwaltung, Religion und Handel – ein Knotenpunkt zwischen Sprachen und Wissenssystemen. Wenn diese Geschichte von ihren eigenen Zentren aus erzählt wird, verändert sich das Bild der Disziplin. Welche Texte wurden übersehen, welche Übersetzerinnen und Übersetzer vergessen?
Der Lehrstuhl trägt den Namen UNESCO Chair in Translating Cultures. Solche Lehrstühle sollen Forschung, Lehre und internationale Zusammenarbeit verbinden. Der vorliegende Band ist ein Ergebnis dieser Arbeit und zugleich ein Beitrag zu einer Debatte, die über die Fachgrenzen hinausreicht: Wie gehen Gesellschaften mit kultureller Übersetzung um? Und was heißt es, Kulturen nicht nur zu übertragen, sondern zwischen ihnen zu vermitteln?
Die Veröffentlichung wurde am 11. August 2026 von Routledge vorgenommen. Der Lehrstuhl und die beteiligten Herausgeber machten dies über SPA bekannt. Weitere Angaben etwa zur Auflage, zum Preis, zur Zahl der Beiträge oder zu einzelnen Kapiteln enthielt die Mitteilung nicht. Auch über Übersetzungen des Bandes ins Arabische oder über geplante Veranstaltungen zum Erscheinen lagen keine Informationen vor.
Fest steht: Ein in Riad angesiedelter UNESCO-Lehrstuhl legt bei einem internationalen Fachverlag einen Band vor, der die arabische Welt ins Zentrum der Übersetzungsgeschichte rückt. Die beteiligten Forschenden kommen aus Saudi-Arabien, Großbritannien, den USA und Spanien. Die Herausgeber verbinden das KFCRIS mit der University of Cambridge und dem MIT. Wie weit trägt ein solcher Band in eine Disziplin hinein, die lange von westlichen Maßstäben geprägt war?
Der Titel „Translating Cultures in the Arab World: New Histories and Geographies“ benennt das Programm: neue Geschichten und neue Geografien. Es geht nicht nur um zusätzliche Fallstudien, sondern um eine andere Anordnung des Feldes. Die arabische Sprache und der Nahe Osten werden zum Ausgangspunkt, nicht zum Nachtrag. Was folgt daraus für Lehre, Curricula und künftige Forschungsprojekte? Diese Fragen wird die Fachwelt nach dem Erscheinen des Bandes diskutieren.
Wer hat den Band „Translating Cultures in the Arab World: New Histories and Geographies“ herausgegeben? Herausgegeben wird der Band von der Direktorin des UNESCO-Lehrstuhls für das Übersetzen von Kulturen, Dr. Moneera Al-Ghadeer, gemeinsam mit TCL-Mitgliedern: Charles Forsdick, Drapers Professor of French an der University of Cambridge, und Dr. Andreas Karatsolis, Associate Director of Writing, Rhetoric, and Professional Communication am MIT. Der Lehrstuhl ist am King Faisal Center for Research and Islamic Studies in Riad angesiedelt und wird von der Literature, Publishing and Translation Commission unterstützt. Die Herausgeberschaft verbindet damit saudische und internationale Forschungseinrichtungen in einem gemeinsamen Projekt.
Wann und wo ist das Buch erschienen? Routledge hat den Sammelband am 11. August 2026 veröffentlicht. Das geht aus der Mitteilung des UNESCO-Lehrstuhls hervor, über die die staatliche Nachrichtenagentur SPA berichtete. Routledge ist ein internationaler Wissenschaftsverlag mit Sitz in London. Der Band trägt den Titel „Translating Cultures in the Arab World: New Histories and Geographies“ und ist das Ergebnis der Arbeit des Lehrstuhls am KFCRIS in Riad. Weitere Angaben zur Auflage oder zum Preis machte die Mitteilung nicht.
Was ist die zentrale These des Bandes? Der Band untersucht, wie „translating cultures“ definiert wird, und ordnet die arabische Welt als zentralen Ort in der Geschichte und Praxis der Übersetzung neu ein. Er setzt sich kritisch mit der Forschung aus der arabischen Welt auseinander und will die Geschichte und Bewegungen der Übersetzung vom Nahen Osten und der arabischen Sprache aus neu denken. Damit soll eine westlich-zentrierte und anglo-normative Forschungsperspektive überwunden werden, wie die Professorin África Vidal Claramonte von der University of Salamanca formulierte.
Wie ordnen Fachleute das Buch ein? Michael Syrotinski, Marshall Professor of French and Comparative Literature und Direktor des Centre for Comparative Literature and Translation an der University of Glasgow, spricht von einer „major re-mapping of the discipline of Translation Studies“. África Vidal Claramonte von der University of Salamanca erklärt, der Band reconceptualisiere die Geschichte und Bewegungen der Übersetzung, beginnend mit dem Nahen Osten und der arabischen Sprache. Beide Einschätzungen stammen aus der Mitteilung des UNESCO-Lehrstuhls, über die SPA berichtete.
Welches Thema des Lehrstuhls greift der Band auf? Der Band führt saudische und internationale Forschende zusammen, um das Thema des UNESCO-Lehrstuhls aus dem Jahr 2024 voranzubringen: „Rethinking Translating Cultures and Its Conceptual Framework“. Aus diesem Rahmen entwickelt sich die kritische Perspektive des Bandes. Der Lehrstuhl für das Übersetzen von Kulturen ist am King Faisal Center for Research and Islamic Studies angesiedelt und wird von der Literature, Publishing and Translation Commission unterstützt. Der Band erscheint bei Routledge und verbindet damit Forschung, Förderung und internationales Verlagswesen.
Welche Angaben fehlten in der Mitteilung? Die Mitteilung enthielt keine Angaben zur Auflage, zum Preis, zur Zahl der Beiträge oder zu einzelnen Kapiteln des Bandes. Auch über Übersetzungen ins Arabische oder geplante Veranstaltungen zum Erscheinen lagen keine Informationen vor. Bekannt ist lediglich das Veröffentlichungsdatum, der 11. August 2026, der Verlag Routledge sowie die Namen der Herausgeberinnen und Herausgeber. Der Band trägt den Titel „Translating Cultures in the Arab World: New Histories and Geographies“.





